Vorankündigung: „Erklär‘ mir die Finanzkrise“

Erklär mit die Finanzkrise 2.jpgIm März erscheint im Wiener Picus-Verlag mein Buch „Erklär‘ mir die Finanzkrise – Wie wir da reingerieten und wie wir da wieder rauskommen“. Es basiert auf der Vortragsreihe gleichen Namens, die ich im Herbst an der Volkshochschule Ottakring gehalten habe. In fünf Kapitel erkläre ich darin, wie Wirtschaft funktioniert, warum von freien Kapitalmärkten immer und notwendigerweise eine destabilisierende Wirkung ausgeht (was ja, beispielsweise bei freien Gütermärkten nicht der Fall ist), weshalb gerade die Euro-Zone zum Brandherd der Finanzkrise geworden ist, ich setze mich mit linken und rechten (Vor-)Urteilen auseinander und frage zum Abschluss, ob es einen gerechten und fairen Kapitalismus überhaupt geben kann. 

Und das ganze in einer Sprache, die insbesondere interessierten Laien die Möglichkeit gibt, grundsätzliche makroökonomische Zusammenhänge zu verstehen. 
Erklär‘ mir die Finanzkrise! Wie wir da reingerieten und wie wir wieder rauskommen. Picus-Verlag, Wien 2013, ca. 144 Seiten, 14,90.- Euro. Demnächst in der Buchhandlung ihres Vertrauens. Direktbestellung beim Verlag hier. Bestellung bei Amazon hier:
Hier schon einmal ein paar Takte aus dem Vorwort: 
Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 fragen sich viele Leute: Was passiert da eigentlich? Was kommt da auf uns zu? Was ist eigentlich richtig, und was ist falsch? Banken kollabieren lassen? Oder doch Banken retten? Aber wieso ist für die Geld da, während für die einfachen Leute kein Geld da ist? Und sollen wir Staaten vor dem Bankrott retten? Aber sind die nicht selber schuld? Und wenn sie nicht nur selber schuld sind, wer ist dann noch schuld? Und welche Alternativen gibt es? 
Viele Menschen stellen sich diese und ähnliche Fragen. Es gibt eine ungeheure Unsicherheit und damit auch ein ungeheures Bedürfnis, über solche Fragen nachzudenken und über sie zu diskutieren. 
Vortragsreihen und Bücher wie dieses wollen auch eine Übersetzungsarbeit leisten, von der Fachwissenschaft in eine Sprache, die für interessierte Laien verständlich ist. Gerade in ökonomischen Fragen ist das heute eine wichtige Aufgabe. Weil etwa der Journalismus, dessen Aufgabe das ja auch wäre, sie gerade in Wirtschaftsfragen sträflich vernachlässigt hat, wenn man von ein paar wenigen ruhmenswerten Ausnahmen absieht. Aber in aller Regel stellt sich der Wirtschaftsjournalismus kritischer, makroökonomisch fundierter Berichterstattung nicht mehr, sondern betreibt Verlautbarungsjournalismus für einzelne Unternehmen, Servicejournalismus („Wo lege ich mein Geld am besten an?“), oder ähnliches. Und nicht selten wurde er selbst zum Erfüllungsgehilfen neoliberaler Ideologie und blökt hohle Phrasen. 
Ich hoffe, dass dieses kleinen Büchlein interessierten Bürgerinnen und Bürgern helfen kann, einige Zusammenhänge zu verstehen, und zwar so genau zu verstehen, dass man sie mit den hohlen Phrasen eben nicht mehr abspeisen kann. Noch mehr würde ich mich freuen, wenn bei dem einen oder der anderen dann auch das Ohnmachtsgefühl weicht, das viele Menschen angesichts einer bedrohlichen ökonomischen Großwetterlage befallen hat, deren Ursachen man aber nicht wirklich durchschauen kann. Denn etwas, das als so ungeheuerlich komplex erscheint, dass es überhaupt nicht begriffen werden kann, führt notwendigerweise auch dazu, dass Menschen das Gefühl haben, sie hätten ohnehin keine Möglichkeiten, zu agieren; dass ihre einzige Hoffnung ist, die Experten würden schon wissen, was vorgeht – jene Experten, von denen viele ihr eigenes Süppchen kochen. 
Aber wenn Experten, Lobbys und Politiker Fragen, die für ein Gemeinwesen lebenswichtig sind, in der Sprache eines Geheimwissens verhandeln, dann ist das langfristig für die Demokratie ein tödliches Gift. 
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