„Absolut lesenswert“ – Rezensionen zu „Supermarkt Europa“

Misik Graz Supermarkt.jpgDie vergangenen Wochen war ich ja – mit und teilweise ohne Michel Reimon – ganz ordentlich auf Tour, um unser Buch „Supermarkt Europa“ vorzustellen, vor allem aber um eine politische Debatte darüber zu führen, wohin die Europäische Union und ihre Institutionen gehen sollen. Das waren teilweise ganz tolle Debatten mit wohl mehreren tausend ganz tollen Leuten!

Hier jetzt Auszüge aus zwei Rezensionen, die in den vergangen Wochen erschienen sind. Sie sind allesamt freundlich und sehr positiv, worüber wir uns natürlich extra freuen 😉 

Robert Misik und Michel Reimon formulieren geharnischte Kritik an der neoliberalen Politik der Union – aber sie argumentieren sie differenziert, kenntnisreich, gut lesbar und anschaulich. Der Text ist getragen vom politischen Bekenntnis zur europäischen Einigung – die Autoren fertigen die Europäische Union nicht plump als marktliberales Ausverkaufsprojekt ab.
Lisa Mayr im „Standard“
„Supermarkt Europa“ ist zeitgemäß, von optimistischer Grundhaltung getragen und lesenswert – gerade richtig vor der EU-Wahl.
(Das Buch) erklärt die Wirtschafts- und Finanzkrise sehr einleuchtend, wenn auch unvollständig, aber doch in einer Sprache, die gebildeten Laien (das heißt Nicht-Ökonominnen) einige der Absurditäten des bestehenden Finanzsystems nahebringen kann. Sehr gut beschreiben Misik und Reimon die Tatsache, dass die angebliche EU-Länderrettung (Irland, Griechenland, Spanien, Portugal, Zypern) primär eine Rettung der je eigenen Banken (vor allem deutscher und französischer) war und ist. (…)
Dass die Angst der EU- und nationalen Politiker vor ihrer Benotung durch die Finanzmärkte das „Sparen“, welches in Wirklichkeit Ausgabenkürzungen sind, treibt. Und dass die zunehmende Umgehung der offiziellen Institutionen durch bindende Verträge einzelner Mitgliedstaaten mit der Kommission (Fiskalpakt, ESM, geplanter Wettbewerbspakt) zu einer De-facto-Entmachtung der Parlamente und einer durch Technokraten implementierten Regelbindung geführt haben. 
Das ist der Hauptkritikpunkt, wenn sie vom „Ausverkauf unserer Demokratie“ reden. 
(…)
Das Buch ist einleuchtend und leicht lesbar. Etwas mehr Struktur ­hätte gut getan. Dennoch: absolut lesenswert.
Kurt Bayer im Falter

Update: 

Mittlerweile gibt es auch den ersten – sanften – Verriss. In der Wiener Zeitung schreibt Walter Hämmerle: 
Wer auf der Suche nach argumentativer Unterstützung für linke Kampfrhetorik ist, ist mit dem Buch „Supermarkt Europa“ des Autoren-Duos Robert Misik und Michel Reimon gut bedient. Misik ist ein bekennender linker Publizist und Blogger, Reimon Kandidat der Grünen für das EU-Parlament,

Die beiden beschreiben das Krisenmanagement und die europäische Politik der Jahre zuvor als „feindliche Übernahme des größten demokratischen Projekts der Menschheitsgeschichte“ durch die fiesen Agenten des Neoliberalismus…

Punkten kann die flott geschriebene Streitschrift, wenn es darum geht, den Amoklauf der Finanzindustrie zu schildern. Am Ende ihrer knapp bemessenen 122 Seiten spenden Misik und Reimon sogar Lob für das Erreichte: Bankenunion, Stabilitätspakt, Finanztransaktionssteuer oder mehr Rechte für das EU-Parlament. Natürlich darf ein Plädoyer für Vermögens- und Erbschaftssteuern nicht fehlen, um so Geld für einen europäischen „Marshall-Plan“ aufzustellen.

Und im „profil“ gibt es auch eine kleine Notiz: 
„Kritischer Blick auf das durch die Krise stolpernde Europa. Radikale Sparpolitik, zurückgedrängte Demokratie, übermächtige Lobbys – muss das sein? Nein, finden die Autoren und suchen nach Lösungen.“
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