Ein „Wiener Kongress“ der europäischen Zivilgesellschaft zur Flüchtlingssituation

Wir haben es in den vergangenen Monaten ziemlich im Stillen vorbereiten, aber mittlerweile ist es raus: Eine Gruppe verschiedener Menschen hat eine große europäische Konferenz zur Flüchtlingsthematik vorbereitet. N-O-W, so der Titel der Konferenz. Stattfinden wird sie am kommen Donnerstag und Freitag, 21./22. Januar in Wien.

Die Gastgeber sind gemeinsam André Heller, Patricia Kahane und Andi Babler, der Bürgermeister von Traiskirchen. Das heißt: Keine staatlichen Stellen, sondern eine Gruppe von Einzelpersonen stellen das auf die Beine. Viola Raheb, Hannes Swoboda und ich haben die inhaltliche „Kuratierung“ besorgt – gemeinsam mit Philipp Sonderegger. Was meint, wir haben vor allem Gäste und Panels programmiert. Und die großartigen Kollegen vom Kreisky Forum haben gemeinsam mit den Kollegen vom Büro Wien das alles organisiert, haben recherchiert, geplant, Mails in allen Sprachen in alle Welt geschickt, kaum geschlafen.

Es kommen, um nur ein paar Namen zu nennen: Ali Mattar, der Bürgermeister von Sahel el Zahrani im Libanon, Marwan Boustani von UN-Habitat, Manolis Vorunos, der Bürgermeister von Chios, es kommen die Bürgermeister von Lesbos und aus Athen, der großartige Landrat Tjark Bartels aus Niedersachsen, Jürgen Duppler, der Bürgermeister von Passau, es kommen Geflüchtete, die jetzt hier bei uns leben, wie der syrische Filmemacher Nour Alsoliman oder der afghanische Journalist Ramin Siawash oder die junge Studentin Zakia Salehi, natürlich eine ganze Reihe an Vertretern von NGOs, Menschen, die spontan geholfen haben und Volunteersarbeit machen, aber auch Vertreter von hiesigen offiziellen Stellen, wie Wiens Flüchtlingskoordinator Peter Hacker – ach, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, die Liste ganz großartiger Gäste ist endlos. Hier der Link zur Gästeliste und zur Agenda der Konferenz.

Das erste und wichtigste Ziel haben wir jetzt schon erreicht – dass die vielen Leute, die die wirkliche Integrations- und Unterbringungsleistung „on the Ground“ leisten, gemeinsam mit Volunteers, Funktionären und Flüchtlingen in ein Gespräch kommen, und zwar aus allen betroffenen europäischen Regionen. Dass wir alle voneinander lernen und Kontakte knüpfen. Das zweite Ziel ist, dass von Wien aus ein Signal an die europäische Öffentlichkeit und die europäische Politik ausgeht.

Nun zum organisatorisch/technischen, da diese Fragen ja kommen werden: Die Konferenz ist nicht öffentlich, da die Teilnehmer schwerer ins Gespräch kommen würden – und es auch logistisch und räumlich gar nicht machbar wäre -, wenn sie vor einem vielhundertköpfigem Publikum miteinander sprechen. Das ist natürlich schade, aber ich denke, das kann jeder verstehen. Sie ist aber medienöffentlich, das heißt, Journalisten aus ganz Europa werden berichten. Und Teil der Konferenzorganisation ist auch eine Mediengruppe, die filmen wird, eine andere, die twittern und über andere Social-Media-Plattformen informieren wird. Ihr könnt Euch also über die verschiedenen Tubes auf dem Laufenden halten.

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