„Die Elite“ – Bloß ein erfundenes Feindbild?

Wer heute zur Elite, zum Establishment, zum System gehört, der ist praktisch unwählbar. Entsprechend will niemand zum Establishment dazugehören. Rechte Populisten, egal ob Milliardäre oder von gräflichem Geblüt, inszenieren sich als Männer des Volkes gegen die Eliten, Progressive wiederum wettern gegen „gierige, abgehobene neoliberale Eliten“. Ein unbrauchbarer Begriff, findet daher Jens Jessen in der „Zeit“. Der Begriff wird leer, wenn die Eliten einfach nur die sind, die anderer Meinung als man selbst sind. Jessens Argumente sind plausibel. Aber dennoch hat er womöglich irgendwie unrecht. Denn der Anti-Eliten-Impuls bringt etwas Wichtiges zur Sprache.

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Ein Gedanke zu „„Die Elite“ – Bloß ein erfundenes Feindbild?“

  1. Robert Misik scheint mir Eliten mit Spezialisten oder Talenten zu verwechseln, zB wenn er Eliten für sinnvoll hält, weil nicht jeder ein Buch schreiben kann. Schriftsteller gehören normalerweise nicht zur Elite, die es ja eigentlich nur im Singular gibt. Wer dazu gehört? Ich schlage vor: jeder, der das von sich glaubt, und sei er auch nur ein emporkömmender kleiner aber serviler Vorarbeiter.

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