„Die Elite“ – Bloß ein erfundenes Feindbild?

Wer heute zur Elite, zum Establishment, zum System gehört, der ist praktisch unwählbar. Entsprechend will niemand zum Establishment dazugehören. Rechte Populisten, egal ob Milliardäre oder von gräflichem Geblüt, inszenieren sich als Männer des Volkes gegen die Eliten, Progressive wiederum wettern gegen „gierige, abgehobene neoliberale Eliten“. Ein unbrauchbarer Begriff, findet daher Jens Jessen in der „Zeit“. Der Begriff wird leer, wenn die Eliten einfach nur die sind, die anderer Meinung als man selbst sind. Jessens Argumente sind plausibel. Aber dennoch hat er womöglich irgendwie unrecht. Denn der Anti-Eliten-Impuls bringt etwas Wichtiges zur Sprache.

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2 Gedanken zu „„Die Elite“ – Bloß ein erfundenes Feindbild?“

  1. Robert Misik scheint mir Eliten mit Spezialisten oder Talenten zu verwechseln, zB wenn er Eliten für sinnvoll hält, weil nicht jeder ein Buch schreiben kann. Schriftsteller gehören normalerweise nicht zur Elite, die es ja eigentlich nur im Singular gibt. Wer dazu gehört? Ich schlage vor: jeder, der das von sich glaubt, und sei er auch nur ein emporkömmender kleiner aber serviler Vorarbeiter.

    1. ich würde den begriff „globaleliten“ vorschlagen. das eröffnet dann einen blick auf die denke dieser herrschaften. dazu zählen zunächst einmal die veröffentlichung des pentagon über „law of war“, die nichts anderes darstellt als eine handlungsanleitung zur übernahme der welt in eine thyrannische herrschaft. dazu kommen noch werke von zbigniew brzinski über die einzige weltmacht, die natürlich die usa ist. george friedman gehört dazu mit seinen „die nächsten hundert jahre“. dann thomas p.m. barnett, der bereits in den mittleren 1990 – ziger jahren „the pentagon´s new map“,
      später „blueprint for action“ veröffentlicht hat. wer die fluchtbewegungen verstehen will kann sich mit gunnar heinson und kelly m. greenhill delektieren. ene ganze reihe anderer lesenswerter autoren gibt es noch und, außerdem ist es angeraten, sich in ausländischer presse umzusehen. das bildet ungemein!

      best regards

      dr. f.w.becker, wayland/mas.

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