Warum die Rechten die 60er Jahre so hassen

Die hiesige Rechtsregierung stehe für den Kampf gegen die Ideen von 1968, meint Herbert Kickl. 68 ist für die Adepten der „Konservativen Revolution“ aber natürlich nur eine Chiffre für die 60er-Jahre als Ganzes, für die gesellschaftliche Modernisierung, den sozialen Wandel. Dafür, dass sich der Mainstream des Konventionellen auflöste, dass sich auch die Frauen herausnahmen, das Wort zu ergreifen, eine Chiffre auch für Bewegungen, nicht nur in der Politik, sondern auch in der Kunst, für das Avantgardistische, für das Antiautoritäre, eine Chiffre auch für vielfältige Befreiungen, etwa eine freie Erziehung. Sie hassen all das, aber vor allem hassen sie den Schwung, der damals herrschte, die Tatsache, dass sie über mehr als ein Jahrzehnt auf verlorenem Posten standen.

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