Das „Rote Wien“ – was heißt das im 21. Jahrhundert?

Diese Woche tritt Michael Häupl als Wiener Bürgermeister ab, und Michael Ludwig wird sein Nachfolger. Mit seinem Regierungsteam hat Ludwig manche Skeptiker positiv überrascht – oder jedenfalls die erste große Klippe umschifft. Die Wiener SPÖ befrieden, die zerrissene Partei vereinen, eine handlungsfähige Truppe zimmern – das ist freilich nur die Pflicht. Die Kür wäre: einen Spirit zu entwickeln, was das „Rote Wien“ im 21. Jahrhundert sein könnte. Die „Welthauptstadt des demokratischen Sozialismus“ hat Armin Thurnher im „Falter“ Wien gerade genannt. Aber hat dieses „Rote Wien“ irgendeine Idee für die Zukunft, außer dass man das Erreichte der Vergangenheit verteidigen mag? Also, das Gesuchte wäre: ein packender Spirit, ein Selbstbild einer Stadt, die der neoliberalen Ego-Kultur trotzen will. Eine Idee modernen Gemeinsinns.

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