Wird Sebastian Kurz zu hart kritisiert? (zb. von mir?)

FS Misik Folge 588 über die Frage, ob wir mit dem jungen Kanzler etwas milder umgehen sollten.

Man wirft mir ja bisweilen vor, ich wäre zu gemein zu Sebastian Kurz, sähe nie das Positive. Ist das wahr? Nun, wollen wir es zumindest einmal versuchen.

Drei Argumente haben Kurz‘ Fürsprecher ja üblicherweise vorzubringen. Erstens: Indem Kurz die ÖVP scharf nach rechts geführt und sich als der „bessere“ Rechtspopulist positioniert hat, habe er den Aufstieg der FPÖ gestoppt, sie auf Platz drei gehalten und damit Österreich gerettet. Das erkennen seine Gegner viel zu wenig an. Zweitens: Dass Kurz gemeinsam mit der FPÖ die liberale, pluralistische Demokratie abschaffen will, sei übertrieben. Er will sein Lager stärken und die Linken schwächen – das ist aber nun einmal durchaus im Rahmen des Üblichen bei einem Regierungswechsel. Drittens: Er bremst die Rechtsextremen eh – halt nur hintenrum. Denn würde er es öffentlich tun, würde die Regierung streiten.

Was ist an den drei Argumenten dran – und sind sie ein Grund, ihm mit Milde und weniger Kritik zu begegnen?

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