Bumsti und die vierzig Räuber

Wie Machtkartelle unsere Gesellschaft ausplündern – FS Misik Folge 596

Binnen 17 Monaten hat sich die schwarz-blaue Regierung wieder ins Kriminal regiert. Zu dilettantisch, zu vollidiotisch, zu unverfroren gingen die Protagonisten vor. Und nun kommen sie mit leicht durchschaubaren Verteidigungsstrategien daher. Dem Hinweis etwa, die anderen seien ja auch nicht sauber. Das hab ich schon einmal gern, wenn ein Täter mit dem Finger auf andere zeigt. Die Täter sollen mal den Dreck vor der eigenen Tür weg wischen, in dem sie bis zum Hals stehen. Und besonders ulkig ist auch die Behauptung, der Staat sei nun einmal systematisch korruptionsanfällig, weshalb „Mehr Privat, weniger Staat“ die Antwort wäre. Neoliberale Politiker hieven ihre korrupten und unfähigen Freunderln in Ämter, verkaufen sich an die Reichen, und verwenden dann ihre eigene Unfähigkeit und Käuflichkeit als Argument für eine verschärfte neoliberale Politik. Nein: Privatisierung ist keine Antwort auf Korruption, die Privatisierung von allem und das Plündern des Staates ist die Ursache der Korruption. Der Räuberstaat ist erst mit der Privatisierungspolitik zu einer Seuche, einem Krebsgeschwür geworden. Der Zerstörung der korrupten Machtnetzwerke im Staat hat damit zu beginnen, die korrupten Seilschaften und die Bussi-Bussi-Gesellschaft der Reichen und Mächtigen in der Wirtschaft zu zerschlagen. Mit der Bekämpfung der Korruption von Regierenden im Kapitalismus wird es nicht getan sein, sie muss mit der Bekämpfung der endemischen Korruption des Kapitalismus anfangen.

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