„Freiheit“ als sinnloses Gelaber und Geschwätz

Wir hätten die Pandemie bald hinter uns, wenn die Impfverweigerer und Seuchenfans sie nicht verlängern würden. Unser imposanter Herr Bundeskanzler, der vor einem Jahr verkündete, Österreich habe die Pandemie überstanden, hat vor ein paar Wochen mitgeteilt, die Pandemie sei „für alle vorbei, die geimpft sind“. Wie mit den meisten seiner Einschätzungen lag der Kanzlerdarsteller auch … „Freiheit“ als sinnloses Gelaber und Geschwätz weiterlesen

Ein bescheidener Vorschlag zur Rettung von Unternehmen und Arbeitsplätzen

Kurz und Blümel haben weder Plan noch Konzept. Also wird es an der Opposition liegen müssen, funktionierende Maßnahmen zur Rettung von Unternehmen und Beschäftigten zu entwickeln. Ein 9-Punkte-Plan. Ein Foto machte dieser Woche in den sozialen Medien die Runde: die Regierung im Kreis ihrer wirtschaftspolitischen Berater, allesamt Männer übrigens. Die Chefs der Wirtschaftsforschungsinstitute, also WIFO, … Ein bescheidener Vorschlag zur Rettung von Unternehmen und Arbeitsplätzen weiterlesen

Die alten und die neuen arbeitenden Klassen

Industriekultur und Strukturwandel in den vergangenen fünfzig Jahren. Politik und Kultur, Zeitschrift des deutschen Kulturrates, Mai 2020 Kultur ist das, worauf wir aus einer historischen Distanz zurück blicken. Die „Kultur“ der Gegenwart ist meist zu amorph, zu widersprüchlich, zu ungeklärt, um sie auf einen Begriff zu bringen. In diesem Sinne ist auch der Begriff der … Die alten und die neuen arbeitenden Klassen weiterlesen

Unruhe im Seuchengebiet

Epidemien sind in gleichem Maße soziale Phänomene, wie sie biologische Phänomene sind. Wir werden infiziert, bevor wir einen Virus fangen. Über Angst, Solidarität, Panik, Egoismus & Menschenerziehung in Zeiten der Ansteckung. Longread. Essayismus ist der Versuch, mit heißer Feder die Zeit zu begreifen, in der man ist. In aller Vorläufigkeit. Die größte Herausforderung dafür sind … Unruhe im Seuchengebiet weiterlesen

Die Gesellschaft der Verwundeten

Das letzte Tabu: Unsere Gesellschaft ist voll mit Menschen, denen fortgesetzt Verletzungen und Kränkungen zugefügt werden. Aber über dieses Leiden reden wir nicht. Kaum eine gesellschaftliche Pathologie, die nicht darin ihre Ursache hat. Der Falter, 33/2019 Blickt man sich um, sieht man Verwundete, aber man nimmt sie nicht wahr. Unsere Welt ist eine Welt der … Die Gesellschaft der Verwundeten weiterlesen

„Eine Weltkarte, in der Utopia nicht verzeichnet ist, ist keines Blickes wert.“

Zwischen Wolkenkuckucksheim und ambitioniertem Fernziel – die Bedeutung der Utopie in der Arbeiterbewegung. Ringvorlesung an der Universität Bonn, 20. 11. 2019 „Nur Utopien sind realistisch“, ist der Claim dieser Ringvorlesung, die ich heute hier eröffnen darf. Das erinnert an das berühmte Graffiti, das 1968 auf vielen Wänden des rebellischen Paris prangte: „Seien wir realistisch, fordern … „Eine Weltkarte, in der Utopia nicht verzeichnet ist, ist keines Blickes wert.“ weiterlesen

„Bedrohte Meinungsfreiheit“ – Wenn rechte Märchen in die Mitte sickern.

Rechtsextreme Mimöschen heulen schon, wenn man ihnen widerspricht. Demokraten in Zustand der Selbstaufgabe besorgen auch noch ihr Geschäft. Allein in dieser Woche haben drei führende deutschsprachige Medien mit der Frage aufgemacht, „was man denn noch sagen dürfe?“ und ob denn die „Meinungsfreiheit“ bedroht sei. Nun kann man natürlich jeden Unfug in den Titel heben, und … „Bedrohte Meinungsfreiheit“ – Wenn rechte Märchen in die Mitte sickern. weiterlesen

Was soll das eigentlich sein, eine „Große Erzählung“?

Ein Weltbild ist eine Story, die alle Details wie Episoden zusammen hält. Und soll sich am besten in drei Sätzen skizzieren lassen. Die Sozialdemokraten hätten gern so eine simple Story. Aber man kann sich so etwas nicht einfach ausdenken. Ich hab mich mal in ein paar Skizzen versucht. In der Politik wird jetzt nach der … Was soll das eigentlich sein, eine „Große Erzählung“? weiterlesen

Die Hackler und die SPÖ

Die Sozialdemokraten brauchen eine Art Kapfenberg-Spittelberg-Koalition. Das ist ambitioniert, aber machbar. Vom genialen Wortkünstler Anton Kuh ist die Wendung überliefert: „Warum sachlich, wenn es auch persönlich geht?“ Ganz in diesem Sinne ist das sozialdemokratische Krisengezänk in den vergangenen Wochen beim Persönlichen angekommen, beim Streit um die Integrität von Einzelpersonen, beim zwischenmenschlichen Hader und bei der … Die Hackler und die SPÖ weiterlesen

Buchpräsentation „Die falschen Freunde der einfachen Leute“ und andere tolle Termine

Im November habe ich eine Reihe toller Termine, auf die ich mich schon freue und zu denen ich herzlich einlade… Am 14. November um 19 Uhr präsentiere ich im Bruno-Kreisky-Forum mein Buch „Die falschen Freunde der einfachen Leute“ (Suhrkamp-Verlag). Dazu haben wir Nils Minkmar eingeladen, den Kulturautor des „Spiegel“, der mit mir das Buch im … Buchpräsentation „Die falschen Freunde der einfachen Leute“ und andere tolle Termine weiterlesen

Rückkehr zu den „einfachen Leuten“

Die arbeitenden Klassen wünschen sich einen Staat, der sich kümmert – und fühlen sich von den Sozialdemokratien hingehängt. Die Zukunft, September 2019 Dieser kleine Essay kann auch als kurzer fragmentarischer Abriss meines nächsten Buches gelesen werden: „Die falschen Freunde der einfachen Leute“, das im November im Suhrkamp-Verlag erscheint. Man könnte leicht dem Eindruck erliegen, in … Rückkehr zu den „einfachen Leuten“ weiterlesen