Wie atemberaubender Dilettantismus Europa in den Abgrund stürzt

FS Misik Folge 396

So ähnlich muss es 1914 gewesen sein: Völlig inkompetente Politiker, die unfähig sind, vorauszudenken, weisen Kompromissangebote zurück, karten sogar nach und setzen am Ende auch noch ein Ultimatum. Haben die Eurogruppen-Zampanos tatsächlich geglaubt, Alexis Tsipras werde einfach sagen: „Hurra, ich ergebe mich“? Das Ärgerlichste an dem Debakel, in das Schäuble, Dijsselbloem, Schelling & Co die Europäische Union manövriert haben, ist ja die Tatsache, dass all das ganz leicht vorauszusehen war – und auch ganz leicht hätte verhindert werden können.

Und, Frage am Rande: Was berechtigt Finanzminister Schelling eigentlich dazu, in unserem Namen das Scharfmacher-Zwergerl und den Einpeitscher zu spielen, der selbst Schäuble noch überholt? Österreich ist immer gut gefahren, wenn es sich in solchen Situationen als Makler und Vermittler positionierte statt als Konfliktpartei in einem „disaster in the making“. Der nächste Jörg, der Österreich sehr viel Geld kosten wird, das dann die Steuerzahler zu begleichen haben.

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3 Gedanken zu „Wie atemberaubender Dilettantismus Europa in den Abgrund stürzt“

  1. Ich frage mich … haben sich die, die 1914 oder 1933 das Desaster kommen sahen auch so verdammt hilflos, ohnmächtig gefühlt? Man möchte die Scharfmacher schütteln und schreien „Hallo!!!1! Ist da oben jemand zuhause? Denkt auch nur eine Sekunde einmal logisch.“

    Aber man kann sie nicht schütteln, denn man kommt an sie nicht heran. Ich sagte bereits 2010, dass Angela Merkel eine Gefahr für Europa ist. Ich hätte so gern unrecht gehabt.

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