Stimmen zu meiner „Anleitung zur Weltverbesserung“

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Hier ein paar Pressestimmen zu meinem neuen Buch „Anleitung zur Weltverbesserung. Das machen wir doch mit links!“:

„Ein wirklich schwungvolles Plädoyer…Dies ist ein Buch, über das man mit gutem Recht jenen Satz schreiben darf, in den sonst nur Rezensionen von Kriminalromanen münden – nämlich dass man es in einem Rutsch durchlesen muss, sobald man es einmal zur Hand genommen hat“ Hilal Sezgin in Die Zeit.

„Wer sich für Politik interessiert und ohne Depressionen einen Ausweg aus den Aporien der Gegenwart sucht, dem sei Misiks kluge und unterhaltsam geschriebene Anleitung empfohlen.“ profil

„Ein überzeugendes linkes Narrativ.“ Daniel Haufler in der Berliner Zeitung

„Ans Ende setzt Robert Misik ein glühendes Bekenntnis zu Grundwerten für die Verbesserung der Welt – allerdings zu solchen, denen eigentlich kein Vernünftiger widersprechen kann.“ Andreas Khol im Falter

„Die spannendste Urlaubslektüre seit langem“ Ex-Ostbahn-Kurti Willi Resetarits

„Dieser Ton ist ungewohnt und wird dringend gebraucht … ein Pflichtlektüre für alle Progressiven, die Wahlen gewinnen und (besser) regieren wollen.“ Das Progressive Zentrum, Berlin

„Ein Mittel gegen die routinierte schlechte Laune der Linken.“ Stefan Reinecke, taz

 

Hier ein paar Anrisse, worum es geht plus das Inhaltsverzeichnis plus einige Absätze aus der Einleitung.

„Wir“ haben über unsere Verhältnisse gelebt, so dass „wir“ jetzt ganz viel sparen müssen – auf Kosten der einfachen Leute? Es kann schon sein, dass irgendjemand über meine Verhältnisse gelebt hat. Aber ich war es nicht. Und die allermeisten normalen Bürger haben auch nicht über ihre Verhältnisse gelebt.

Eine faire, gerechte Gesellschaft und eine stabile prosperierende Ökonomie – ja, das geht!

„Eine gerechtere Gesellschaft, die mehr Gleichheit realisiert und alle ihre Bürger am Wohlstand beteiligt, ist also auch eine ökonomisch funktionstüchtigere Gesellschaft. Die Wirtschaftskompetenz der Progressiven besteht darin, dass sie das verstehen. Gleichwohl, die Wirtschaft ist nicht alles. Die Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht die Menschen für die Wirtschaft.“

Inhaltsverzeichnis:

1. Immer nur dagegensein? Da bin ich gar nicht dafür!

2. Für einen „guten“ Kapitalismus! Eine Gesellschaft, die alle Bürger am Wohlstand beteiligt, ist auch wirtschaftlich funktionstüchtiger. Die Wirtschaftskompetenz der Progressiven besteht darin, dass sie das verstehen.

3. Gleichmacherei? Ja, bitte! In Gesellschaften ohne krasse Ungleichheiten geht es allen besser – die Menschen sind glücklicher, sie leben länger und gesünder und alle können aus ihrem Leben etwas machen.

4. Links sein, heißt modern sein. Wie Sozialdemokraten und die anderen Parteien der demokratischen Linken wieder auf Erfolgskurs kommen können.

5. Mehr Demokratie in die Demokratie! Wenn Bürger in Passivität verfallen, nützt das nur den gut organisierten Machteliten, die den Staat ausplündern. Deshalb müssen wir die Demokratie zur Mitmach-Demokratie umbauen.

6. Mehr Glück ins BIP! Wir müssen die Wirtschaft wieder in Schwung bringen, den Klimawandel bekämpfen und die Unternehmen ökologisch umrüsten. Aber bei diesem „Green New Deal“ dürfen wir uns nicht auf die Märkte verlassen. Dafür braucht es kluge staatliche Planung.

7. Eine neue Sprache. Progressive müssen lernen, über ihre Werte zu sprechen – ohne moralinsaure Predigten zu halten.

8. Kooperation, Kreativität, Gleichheit – Schlüsselbegriffe für eine neue progressive Ära

 

Aus der Einleitung:

Im Folgenden will ich eine Lanze brechen für progressive Reformen in unserer Zeit. Zentral dafür sind Vorschläge für eine progressive Wirtschaftspolitik. Denn obwohl die Rezepte der Marktfundamentalisten den Kapitalismus praktisch an den Rand des Kollaps gebracht haben, hält sich absurderweise noch immer das hartnäckige Vorurteil, es wären die Wirtschaftsliberalen und Konservativen, die „etwas von der Wirtschaft verstehen“, während die Linken immer nur Schulden machen und das Wachstum abwürgen wollten. Ich werde zeigen, dass eine Wirtschaftspolitik, die eine gerechtere und fairere Gesellschaft im Auge hat, auch eine in ökonomischer Hinsicht bessere Wirtschaftspolitik ist – und dass die Wirtschaftsinkompetenz der Konservativen gerade darin besteht, dass sie dafür überhaupt kein Verständnis haben. Wahrscheinlich nicht einmal, weil sie besonders dumm wären, eher trifft auf sie das Wort Upton Sinclairs zu, der einmal schrieb: „Es ist sehr schwer, einen Menschen dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn sein Gehalt davon abhängt, dass er es nicht versteht.“ Aber ökonomische Fairness und eine einigermaßen gleiche Einkommensverteilung machen nicht nur die Wirtschaft stabiler, sie machen Gesellschaften als ganzes lebenswerter. Der soziale Stress, der mit großen Reichtumsunterschieden einher geht, macht unglücklich – und mehr Gleichheit macht die Menschen glücklicher.

(…) Die Linke muss den Fortschritt zurückerobern. Und sie muss wissen, wofür sie steht: für faire Wohlfahrt für alle und gegen ungerechtfertigte Privilegien jener, die alle Chancen, die meisten Reichtümer, Macht und Einfluss monopolisieren, die wichtige Reformen blockieren und sich Politik und Medien kaufen, um ihre Vorteile zu verteidigen. Für eine Welt, in der die unterschiedlichsten Menschen ihre unterschiedlichen Talente entwickeln können, aber in der alle die gleichen Chancen und ein ausreichendes Maß an Sicherheit haben. Für eine Gesellschaft, in der es wieder gerecht zugeht. It’s that simple. Wenn das nicht die Begriffe sind, die den Menschen gewissermaßen automatisch in den Kopf kommen, wenn von linken oder sozialdemokratischen Parteien die Rede ist, dann haben diese Parteien verdammt viel falsch gemacht.

Wir können natürlich immer gut erklären, warum „die Linken“ – das linksliberale Milieu, die progressiven NGOs, die Parteien der demokratischen Linken – in dem Zustand sind, in dem sie sind. Es fehlt im Folgenden auch nicht an Erklärungen dafür. Aber, um Karl Marx zu paraphrasieren: Es reicht natürlich nicht aus, die politischen Kräfte der Linken zu interpretieren.

Es kommt drauf an, sie zu verändern. 

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2 Gedanken zu „Stimmen zu meiner „Anleitung zur Weltverbesserung““

  1. Abgesehen davon, dass ich das Buch fast mit Anleitung zur Rettung der Welt betiteln würde, bin ich schon besonders auf das 5. Kapitel sehr gespannt. Falls noch Bedarf, biete ich mich gerne zum Lektorat an… eine/r allein kann die Welt eh nicht retten 🙂

  2. Was allen bisherigen, globalen Weltveränderungs-Ansätzen fehlte, war eine hinreichende, wahre Evolutionsprozess-Theorie, die als ‚Steuerungssystemtheorie des Evolutionsprozesses‘ nun vorhanden ist.
    Sie führt zur Erkenntnis,
    1. wie das alles organisierende Ziel (= wegemaximale Steigerung der Wechselwirkung) im Evolutionsprozess lautet,
    2. dass die Fortschrittsordnung des KREATIVEN Akzelerationpfad im Evolutionprozess und die des KÄMPFERISCHEN Akzlerationspfades – hin auf die Zielerreichung – um die Machtposition im Evolutionsprozess auf allen Systemebenen konkurriert, und
    3. dass die Input-KNAPPHEIT bzw. die Nicht-Knappheit/Vershwendung darüber bestimmt, ob die Ordnung-des-KREATIVEN oder die der KÄMPFER/MACHTSPIELER herrscht.
    Diese Theoriegrundlage führt zur evolutionsprozesslogischen Umsteuerungsoption mittels der Faktorkostenschere zwischen dem Preis-für-menschliche-Arbeit einerseits und der für Energie-und-Sachkapitaleinsatz andererseits.
    Mit diesem Evolutionsprozess-Modell können wir die ‚Welt verändern‘, d.h. den Exodus aus der selbstzerstörerische Kampf-/Machtordnung der aktuellen 2%Wachstumszwang-Tyrannei anstoßen und die Steuerungs-Instrumente und -Strukturen der nachhaltigen KREATIV-Evolutionswegeordnung für die menschliche Gesellschaft global implementieren.
    Angela Merkel – sie denkt bekanntlich vom (evolutionsprozess-physikalischen) Ende her – hat das Wissen drauf und ihre G20-Initiative v. Frühjahr 2009 ‚CHARTA-für-nahchaltiges-Wirtschaften‘ zielt auf die hier vorgestellte Umsteuerung auf den KREATIVEN Akzelerationspfad.

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