Wer sich an MICH nicht anpassen will, der hat bei UNS nichts verloren


FS Misik Folge 147
„Integration“, das ist heutzutage zu einer herrischen, fordernden, aggressiven Vokabel geworden: Integriert Euch gefälligst! Ihr seid ja unfähig zur Integration! Ihr seid ja Schwererziehbare! Dann wundert man sich, wenn das nichts wird mit der Integration. Woran es schon am Ausgangpunkt scheitert, ist das Konzept der Identität. Dass unsere Gesellschaft eine „Identität“ hat, und die anderen ihre „Identität“ jener der anpassen müssen. Aber wer von uns hat denn wirklich eine Identität in solch trivialen Sinn, wie das unterstellt wird, als „Christ“, „Moslem“, „Westler“ oder „Asiat“? In unseren Alltagsleben haben wir doch längst gelernt, mit vielfältigen, pluralen Identitäten umzugehen und diese auch zu respektieren. Und zwar im eigenen Interesse, weil sonst sag ich auch einmal: die katholische dauerwellenfrisierte Spießerin mit Mahagonyeinbauschrank muss sich an mich integrieren, sie muss sich an mich anpassen, das geht nicht so weiter mit deren Integrationsunwillen. Und die dauerwellenfrisierte Spießerin weiß normalerweise doch auch, dass sie die Lebensstile anderer akzeptieren muss, wenn sie umgekehrt Respekt für ihren Lebensstil fordern will. Weil, wenn sie das nicht akzeptiert, dann kriegt sie ruckzuck eine Misik-Frisur verpasst, weil das trägt man jetzt so und da muss sie sich gefälligst anpassen.


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