Die Klimakatastrophe

Hitzewochen bei uns, Weltuntergang-Unwetter in Deutschland. Es ist längst 5 nach 12.

Vor zwanzig Jahren haben wir zwar auch schon gewusst, dass die Sache mit dem Klimawandel ziemlich unangenehm werden würde, aber wer damals im mittleren Alter war, konnte sich einreden: „Wenigstens werde ich es nicht mehr erleben. Nach mit die Sintflut.“ Vielleicht hatten wir ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass wir unseren Kindern und Enkeln einen vandalisierten Planeten hinterlassen, aber meistens haben wir einfach den Kopf in den Sand gesteckt.

Leider ging diese Rechnung, die ohnehin ziemlich egoistisch war, nicht ganz auf. Wir erleben die Klimakatastrophe noch. Das geht alles viel schneller, als es die pessimistischten Experten vorher gesagt haben.

Wir haben wochenlange Hitzewellen, die Ernten verdorren, in den Städten steht die Hitze am Asphalt. Wer kein Häuschen im Grünen hat, der ächzt jetzt schon. Aber das ist erst der Vorgeschmack. Wenn wir nichts unternehmen, werden in 15 Jahren Teile unserer Städte im Sommer unbewohnbar sein.

Dazwischen die sogenannten „Extremwetter-Ereignisse“. Weltuntergangsähnliche Gewitter und Regen, die ganze Regionen überschwemmen, wie zuletzt in den Niederlanden, Belgien und Deutschland. Mehrere hundert Tote, dazu Dörfer, die dem Erdboden gleichgemacht sind.

Ist Ihnen freie Publizistik etwas wert? Robert Misik, IBAN    AT 301200050386142129 / BIC= BKAUATWW

Mittlerweile ist jedem klar, dass wir schnell und entschlossen handeln müssen. Öl, Gas, Kohle, die müssen ab jetzt im Boden bleiben. Unsere Energie- und Stromversorgung, die Mobilität, gehört so organisiert, dass wir nicht weiter die Atmosphäre aufheizen. Statt Asphaltwüsten – Bäume, ganze Wälder pflanzen.

Längst geht es um zwei Dinge gleichzeitig: Einerseits die Klimakatastrophe als solche zu bekämpfen. Andererseits unsere Städte so umbauen, dass wir trotz der Katastrophe darin leben können, also: Kühlung, Kühlung, Kühlung!

Wer immer noch glaubt, das wäre ein Wohlfühlthema für Grüne und Besserverdienende, der soll sich nur einmal die Frage stellen: Wer stirbt denn bei 40 Grad im Gemeindebau? Wer steht denn vor dem Nichts, wenn das Häuschen weggeschwemmt ist? Es sind die ganz normalen Leute.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.