„Freiheit“ als sinnloses Gelaber und Geschwätz

Wir hätten die Pandemie bald hinter uns, wenn die Impfverweigerer und Seuchenfans sie nicht verlängern würden.

Unser imposanter Herr Bundeskanzler, der vor einem Jahr verkündete, Österreich habe die Pandemie überstanden, hat vor ein paar Wochen mitgeteilt, die Pandemie sei „für alle vorbei, die geimpft sind“. Wie mit den meisten seiner Einschätzungen lag der Kanzlerdarsteller auch diesmal falsch.

Man hat eine gute Richtschnur: Wenn der Kanzler etwas prophezeit, ist üblicherweise das Gegenteil richtig.

Die Pandemie ist nicht vorbei, auch nicht für die Geimpften. Aus zwei Gründen. Erstens: Wenn 35 Prozent der Menschen nicht geimpft sind, dann reicht das für ein derart erhebliches Infektionsgeschehen, sodass das natürlich wieder den Alltag massiv einschränken wird – auch wenn die Geimpften weitgehend geschützt sind. Zweitens: Natürlich ist der Anteil der Geimpften an den Infizierten verschwindend gering – aber er ist nicht null. Nimmt man einen Berechnungszeitraum seit Beginn der Impfkampagne, dann ist der Anteil der Geimpften an den Infizierten gerade einmal 1,5 Prozent, legt man die Berechnung etwas komplexer an, kann von einer Impfeffektivität von mindestens 87 Prozent ausgegangen werden. Im schlechtesten Fall können sich etwas mehr als zehn Prozent der Geimpften dennoch anstecken. Das ist schon etwas mehr als nichts. Die Inzidenz in Wien liegt gegenwärtig bei den Ungeimpften bei 209, bei den Geimpften bei 17.

Die Delta-Variante ist nicht einfach etwas infektiöser als die früheren Varianten – sie ist es in einem unfassbar höheren Ausmaß. Dadurch werden sich die bisher Ungeimpften äußerst schnell anstecken. Und diese Geschwindigkeit spielt natürlich eine Rolle. Würde sich das Infektionsgeschehen bei den Impfverweigerern langsam abspielen, dann wäre das für die Gesellschaft als Ganzes ein kleineres Problem. Aber damit ist nicht zu rechnen: Wer nicht geimpft ist und weiter die Impfung verweigert, wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten infizieren.

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Wir können also davon ausgehen, dass es in einem Jahr nur mehr zwei Arten von Menschen gibt: Geimpfte – und die, die eine Corona-Infektion überstanden haben.

Vielleicht dämmert das ja langsam einigen Impfphlegmatikern – und sie rennen jetzt noch schnell in die Impfstraßen.

Skurril ist es, wenn die Impfverweigerer groß von „Freiheit“ reden, und ganz empört sind, wenn über Einschränkungen oder partielle Lockdowns für freiwillig Ungeimpfte nachgedacht wird. Man kann hinsichtlich der Praktikabilität solcher Lockdowns durchaus skeptisch sein, aber die Verursacher des Problems sollten bei dieser Debatte eher die Klappe halten.

Denn eines ist sonnenklar: Wenn hundert Prozent unserer Mitbürger geimpft wären, dann hätten wir die Seuche hinter uns. Dass wir uns weiter mit ihr herumschlagen müssen, verdanken wir primär jenen kriminellen Propagandisten, die mit Falschmeldungen, Fake-News, und aus dem Zusammenhang gerissenen Teil-Wahrheiten die Angst vor der Impfung schüren.

Etwa Seuchenfans wie Herbert Kickl, die Menschen im Glauben bestärken, dass „Gesundheit“ schon reicht dafür, nicht „krank“ zu werden. Dabei weiß jeder Mensch, der mehr als drei Gehirnzellen hat: (Fast) jeder Kranke war gesund, bevor er krank wurde. Würde Gesundheit vor Krankheit schützen, bräuchten wir kein einziges Krankenhaus.

Eine kleine, radikale Minderheit ist dafür verantwortlich, dass die Mehrheit noch immer von der Seuche gepeinigt wird, und wir unsere normale Freiheit noch nicht leben können. Von jenen, die nicht mitmachen beim solidarischen, gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie will ich wirklich kein Wort mehr zum Thema „Freiheit“ hören.

2 Gedanken zu „„Freiheit“ als sinnloses Gelaber und Geschwätz“

  1. Habe eine Freundin mit 3 pubertierendern Kindern, die mir im Gespräch vesichert, für sie ist Testen Mittel der Wahl.
    Ihre Sorge : die zuwenigen langjährigen Studien über Impffolgen.
    Sie hat Angst, dass diese erst später auftreten.
    Sie wäre dann schuld daran, nicht zugewartet zu haben.
    Hinweise auf Forschungsergebnisse nützen in diesem Zusammenhang nichts.
    Argumentative Alternativen wären für mich hilfreich.
    Ursula Dietersdorfer

  2. Lieber Robert Misik,

    Ohne sich von

    a) Öffis fernzuhalten in denen allein eine Glasscheibe, ohne der Möglichkeit diese zu öffnen, eingebaut ist und diese auch geöffnet ist
    b) vermeintlichen Großraumbüros im Legebatterien-Style
    c) Eventgastronomie fernzuhalten in der Entlang der Logik gewöhnliche Erreger von Haus aus verbreitet werden, alles was an ein Indoor Rave erinnert oder techn. Apparate für einen ähnlichen lokalen temporären R-Faktor höher 2 (also nicht aktiv durch ein Fenster gelüftet) für R-Faktoren ab 4 bis 5 und teils 6 sorgen.
    d) …

    wird es nicht gehen. So ehrlich muss man sein. Coronaviren waren in Alpenraum im Zusammenhang mit anderen Erregern und bei Indoor-Raves ein Problem und nachdem diesen der Garaus gemacht wurde, hat sich die Szene in diese sog. Clubs verlagert. Dort dichtgedrängt zu weilen erhöht einfach den strukt. R-Faktor max im ‚Raum‘. Desegen verbreiten sich gewöhnliche Coronaviren allgemein optimal. Das führt, wenn man dazwischen nicht auskuriert, sprich 3 Tage ca. 12 Stunden in einen gut gelüfteten Raum schläft, zu einer dauerhaften Schädigung der Organe. SARS-Coronaviren erledigen in nur einem Federstreich, was die gewöhnlich über Jahre/Jahrzehnte bewirken. Das führte die eigenen Gesundheit vor Augen schon zu der notwendigen strukturellen Ausdünnung, dem entgegen wirkt die Sucht nach Konsum innerhalb von Stimmung (Massenkonsum). Masse bezieht sich nicht auf die Gütermengen, das wären die Massengüter, die gibt es dort auch, sondern auf den Konsum in Massen weilend.

    Die Verdichtung der Menschen in einem (mobilen) umschlossenen nicht aktiv durchs Fenster gelüfteten Gemeinschaftsraum funktioniert nur solange die Innenluft mittels Bakterienfilter recycled wird und die im ganzen Raum mit niedriger Konzentration verteilten Reste nicht für die Gesundheit gefährlich sind.

    Die bei euch praktizierte erinnert ein wenig an Erwin Steinhauer in einem Krimi in dem er sinnesgleich sagte, ‚Wenn ein kalter Wind weht, dann kann man sich fragen warum er weht und woher er weht oder man macht einfach das Fenster zu‘. Wir sagen, ‚Macht es auf!‘, egal ob geimpft oder ungeimpft.

    Die Eindämmung der Verbreitung dieses Erregers gelingt nicht ohne strukturelle Maßnahmen, insbesondere des ins Freie Stellen eines Raums oder strukturelle Ausdünnung.

    Prinzipiell richtig. Das menschl. Immunsystem ist/war an Erreger und Konzentrationen gewöhnt, die in Umgebungen vorkommen in denen einer potentiell 1,5 andere konnte anstecken. (lokaler R-Faktor max. von 1,5) und wenn dieser dauerhaft unterschritten bleibt, dann kann man von nachhaltig verankert oder strukturelles Maximum sprechen.

    Eine zeitweise Überschreitung auf 2,5 wäre auch noch zulässig.

    Masse sind bspw. Leute auf einem Konzert in einer Halle oder auch 20 wie die Furien wütende Omas rund um den Wühltisch und wenn eine hustet, dann bildet sich bspw. ein lokaler R-Faktor von 6 aus. Die liegen dann im Krankenhaus in einem Zimmer und zeigen sich und den Krankenschwester was sie nicht alles Tolles erstanden haben.

    Der Trick beim Massenkonsum ist einfach, dass solche Erreger, welche für Leute die sich laufend darin aufhalten, harmlos wirken. Zumeist handelt es sich um Bakterien und die mutieren nicht mehr oft (auffällig). So ca. alle 10 Jahre passiert das und heute ist man sich gar nicht mehr so sicher, ob es sich nicht um Coronaviren (gewöhnliche) handelt. Es werden aber nicht nur diese Erreger in die Breite getrieben, sondern auch neueren ein Feld aufgemacht, damit sich sie bei solch einem strukturellen R-Faktor max. von 4 (gewöhnlichen Coronaviren) und bis zu 5 (SARS-Coronaviren) verbreiten.

    Bis 6 gilt in der westlichen Welt als analysiert, wohl aber war das vor der Ausbildung des Begriff SARS, früher handelte es sich um eine Form der infektiösen Lungenentzündung, welche über Tröpfchen weitergegeben wurde.


    In unserer Zukunftswerkstatt ‚Stillstand‘, Häschen sind nun mal von Natur aus eine aus eurer gesellschaftlichen Perspektive regressive Bewegung, wird noch emsig an unserem ersten von zwei Papers gearbeitet:

    a) Die Aufrechterhaltung der Vitalität des Futterknechts humanoider Herkunft und Gestalt zu Zeiten dieser Corona-Pandemie (medizinisch/epidemiologisch)

    und b) ‚Coroni is your Friend, but you don’t know yet‘, eine Festschrift zu Ehren dieses sehr wandlungsfreudigen und eifrigen Mitstreiters der anarcho-antikapitalistischen Szene rund um den Globus. (ökonomisch-apokalytisch anmutend) Co-Author Jimmy aka. Das Pangolin.

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