Warum es im Fall Sarrazin nicht um „Meinungsfreiheit“ geht

Wenn die „Bild“-Zeitung für die „Meinungsfreiheit“ kampagnisiert, dann darf die „FAZ“ nicht abseits stehen. „Bild kämpft für Meinungsfreiheit“, hatte das Zentralorgan des gesunden Volksempfindens unlängst schließlich getitelt und in großen Lettern rausgeschrieen: „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“. Gemeint waren Thilo-Sarrazins gesammelte Anti-Ausländer-Wahrheiten. Sogar mit dem Fall des Mohammed-Karrikaturisten Westergaard wurde er verglichen. Wo es um „Islamkritik“ geht, da wird heute schnell bedrohte Meinungsfreiheit vermutet, so genau nehmen wir es da nicht, egal ob der Kritiker mit dem Tod bedroht wird – oder nur mit einem Spitzenplatz in den Bestsellerlisten.

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Mehr Gleichheit macht glücklich

Der Soziologe Richard Wilkinson und die Medizinerin Kate Pickett belegen mit einem Gebirge an Datenmaterial, dass gerechtere Gesellschaften für alle gut sind – und dass ungerechte Gesellschaften alle krank machen. Eine fulminante Studie. Wahrscheinlich das Buch des Jahres! Berliner Zeitung u. Der Standard, März und April 2010

 

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Erlöse uns von unseren Schulden!

Alle kaufen auf Pump, Investoren verzocken Geliehenes und der Staat verschuldet sich über beide Ohren: Hat der Kapitalismus seine Ehrbarkeit verloren, weil er zu einer allgemeinen Schuldenwirtschaft wurde? Nein, denn ohne systematische Verschuldung wären wir alle noch arm wie Kirchenmäuse. Standard, 17./18. Oktober

 

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