Deutschland. Im Wahlkampf-Endspurt dreht sich die Stimmung wieder gegen Angela Merkel und die Unionsparteien. Das hat auch mit der inneren Zerissenheit der Konservativen zu tun, für die gilt: Denn sie wissen nicht, was sie tun sollen. Falter, September 2005
Kategorie: Texte aus dem Falter (Wien)
Keine Macht für Niemand
Deutschland. Schröder verliert triumphal, Merkel siegt desaströs. Ob Große Koalition, Ampel, Schwampel, Linksbündnis oder Neu-Neuwahlen: Jede Variante ist denkbar. Und wer sich zuerst bewegt, der hat verloren. Robert Misik. Falter, September 2005
Operation Lebenskunst
Essay. Das Prinzip der herrschenden Arbeitsmarktpolitik lautet: Weil es keine Jobs gibt, muss man die Arbeitslosen zur Annahme eines Jobs zwingen. Klingt irgendwie absurd? Man sollte sich von so offenkundig unsinnigen Praktiken verabschieden / Falter, Oktober 2005
Paradies auf Erden
Sozialpolitik. Ihre Unternehmen sind führend am Weltmarkt. Ihr soziales Netz ist eng geknüpft. Die Produktivität ist hoch. Nirgendwo gibt es so kluge Schüler, so viele Internetanschlüsse und so viele berufstätige Frauen. Wie machen das die skandinavischen Länder nur? Falter, November 2005
In the Ghetto
Was ist da in der Banlieu eigentlich geschehen: Intifada in Eurabia oder klassische Sozialrevolte? Nichts von beiden: Erst die soziale und kulturelle Deklassierung zusammen etablieren einen brisanten Demütigungskreislauf. Falter, November 2005
Merkels Spritzpistole
Erst wurde Rot-Grün niedergeschrieben, dann werden Arbeitslose als Abzocker und Parasiten bezeichnet – diese Woche wollen sich die Eigentümer "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust vorknöpfen. Was ist mit dem einstigen "Sturmgeschütz der Demokratie" los? Falter, November 2005
Ödniss Sozialdemokratie
Die SPÖ geht demonstrativ zuversichtlich ins Superwahljahr 2004. In Wahrheit steht sie freilich nicht viel besser da als vor einem Jahr. Jänner 2004.
Philosophie des Terrors.
Osama & seine Freunde. Der Islamismus sei die neue totalitäre Bedrohung, heißt es. Jedenfalls ist es an der Zeit, sich mit der Gedankenwelt seiner Vordenker intensiver vertraut zu machen. Die sind keine frömmelnden Mullahs, sondern brillante Köpfe. Falter, taz, Jänner 2004
Das McKinsey-Syndrom
Gefühlszombies, die ihren eigenen Geschäftsbericht leben. Das Feindbild der "globalisierten Eliten" ist groß im Kommen. Falter März, 2004
Der Tod, der geliebte
Wie der Djihadismus zu einer Terrorreligion wurde, die vom Triumph des Todes über das Leben träumt. Eine kurze Kulturgeschichte der al Kaida. Falter, April 2004
Die Mitte rückt westwärts
Für den Westen war der Osten der Traum von der Flucht aus der langweiligen Posthistorie. Dass dessen Einwohner gar nicht in einem History-Park leben wollten, konnten wir nicht verstehen. Und übersahen darum fast, welch grandioses historisches Ereignis der Beitritt der zehn neuen EU-Mitglieder darstellt. Falter, April 04
Geqirrlter Schwachsinn
Nebensachen von Links. Keine Tragödie ohne Farce. Es ist angesichts der Weltlage nicht notwendig, ein Linksradikaler zu sein, um völlig durchzuknallen. Aber es hilft. Eine Einführung in "antideutsche" und "antiimperialistische" Narreteien.